Wanderparadies
Das Fjäll rund um Ljungdalen bietet
fantastische Möglichkeiten zum Wandern. Wohnt man im Tal muss man zwar immer
erst mal steil hoch, aber oben sind die Steigungen moderat und die Fernsicht von
vielen Stellen aus traumhaft.
Eigentlich kann man einfach drauf los
wandern. Wer erstmals im Fjäll ist, sollte vielleicht auf den Wegen bleiben.
Wenn man eine Karte lesen kann, kann man sich beliebig viele Touren selber
ausdenken, denn man muss ja eigentlich nur zu steile Hänge, zu große Sümpfe und
zu tiefe Flüsse meiden.
Bei Flüssen kann man natürlich
Überraschungen erleben: Nach einem kräftigen Regen schwellen Gebirgsbäche und
-flüsse kurzfristig schnell an. Niemals also direkt in einem engen Tal zelten
und niemals barfuss durch eine Furt gehen! Das Wasser ist auch im Sommer kalt,
man verliert schnell das Gefühl in den Füßen und stürzt dann leicht oder
verletzt sich an scharfen Kanten. Also entweder gelassen ertragen, dass das
Wasser oben in Stiefel läuft oder sich ein paar robuste Sandalen an den Rucksack
binden. Ein Wanderstock beim Queren der Gewässer zu nutzen ist sinnvoll.
Ansonsten ist das Fjäll freundlich
und man kann gefahrlos querfeldein wandern. Man sollte aber natürlich irgendwo
hinterlassen, dass und wo man wandert und wann man zurück sein will. Denn wer
querfeldein geht, kann sich auch mal einen Fuß vertreten oder gar brechen und
dann kommt garantiert nicht zufällig jemand vorbei.
Ein paar Tipps für Tagestouren:
- Vom Parkplatz "Ripan" im Törkilstötengebiet
Richtung Öjön, dann auf dem Pilgrimsled Richtung Helags und dort Richtung
Kläppen abbiegen und über Kläppen oder den Törkilstötenlift zurück. Bei
guter Sicht hat man traumhafte Ausblicke Richtung Süden bzw. am Ende der
Tour vor dem Abstieg nach Kläppen/Torkilstöten Richtung Helags, Sylarna und
Härjangen. Ein alternativer Aufstieg für diese Tour beginnt in Ljungdalen
auf der südlich des Ljungan verlaufenden Dorfstraße.
- Vom Vägboom hinter Postvallen auf der Straße
Richtung Ljungris wandern. In Ljungris gibt es zwei Alternativen: Entweder
man folgt dem Weg bis zum Valasjön oder man folgt dem Weg entlang des
Ljungan, quert diesen an einer Furt und wandert dann bis zur Furt des Weges
Helags - Vålåstugorna. Ein sehr schöner Platz mit mehreren kleinen
Wasserfällen!
- Vom Gedenkstein auf dem Flatruet zum Västra
Stöljan. Einfach der Nase nach geradeaus. Der Blick vom Gipfel ist sehr
schön.
- Mit dem Auto bis zur Alm Nordsätern am Eingang zum
Storra Dörren fahren. Der Abzweiger ist etwa 8 km östlich von Storsjö. Die
Straße zur Alm ist allerdings nichts für Leute, die ihr Auto zu sehr lieben!
Von dort kann man wunderbar hinein ins Storra Dörren wandern.
- Von Kläppen nach Helags (12 km). Dieser Weg ist
besonders Sonntags sehr belebt, aber der Blick ist wirklich schön und in
Helags kann man vor der Rückwanderung Kaffee trinken.
- Über den Lift in Ljungdalen zur Toppstation und
dann weiter über den markierten Wanderweg nach Ravinen. Das Panorama zeigt
neben Helags, Sylarna und Härjangen auch das Skarsfjäll bei Funesdalen.
- Von der auf der südlichen Ljunganseite
verlaufenden Straße aus gegenüber von Storsjö nach Högrensvalen hinauf.
- Ab Skärkdalen Richtung Silverfallet - ein über
mehrere Stufen verlaufender Wasserfall, der aus dem Öjön zum Skärvagen
hinunterfließt und merkwürdigerweise auf keiner Karte zu finden ist.
- Von einem Parkplatz in der Nähe der Südseite des Storsjö kann man zu
einem Canyon an einem Nebenarm ("Mid-Heman") des Heman wandern. Auf den
Wanderkarte ist der Weg nur als Punktelinie eingezeichnet. Der Weg ist ein
Waldweg durch dichten Wald. Der Canyon ist wirklich tief - und die Klippen
wirklich beeindruckend senkrecht. Man findet den Parkplatz, wenn man über
Putten hinaus immer der Straße folgt, bis ein Schild zum Canyon auftaucht.
Ein paar Tipps für Mehrtagestouren:
- Wer ohne Zelt wandert, sollte nach Helags wandern
und von dort weiter entweder Richtung Sylarna oder Gåsen. Eine andere
Möglichkeit ist über Ljunggris nach Valastugarna. Diese Touren bieten vom
kahlen Hochgebirge bis zum grünen Tal alles.
- Mit dem Zelt gibt es eine unüberschaubare Anzahl
von Möglichkeiten. Man muss sich vor eine Karte setzen und sich etwas
ausdenken. Am Anfang sollte man dabei den markierten Wanderwegen folgen um
ein wenig Gefühl dafür zu bekommen welche Naturformationen sich in der
Wirklichkeit hinter welchen Schraffierungen verbergen und zu erkunden wie
weit man pro Tag mit einer schweren Ausrüstung wandern mag. Wer mit dem Zelt
wandert muss schließlich nicht nur das Zelt sondern auch Kochgeschirr,
Liegematten und sein Essen tragen. Hat man so ein wenig Übung bekommen, kann
man sich auf den sehr guten schwedischen Wanderkarten im Prinzip beliebig
Touren ausdenken. Es gibt fast keine unwanderbaren Bergformationen. Mit
etwas Übung kann man der Karte auch entnehmen, durch welche Sümpfe man
durchwandern kann und welche man umgehen muss. Einschränkungen werden
eigentlich nur durch Flüsse gesetzt, weil man zu tiefe Flüsse halten nicht
an jeder Stelle durchqueren kann. Liegen sie im Weg muss man zu den Brücken
oder Furten.